Wenn Euch der Taxifahrer vom Flughafen der wunderschönen Stadt an der Donau zum Hotel fährt, wird er sicherlich voller Stolz die wichtigsten Fakten zu Budapest preisgeben. Zu den ersten Informationen wird sicherlich zählen, dass Budapest aus den beiden Teilen Buda und Pest (wird nicht wie die gleichnamige Infektionskrankheit ausgesprochen!) besteht.
Erst im Jahre 1873 entsteht durch die Zusammenlegung der bis dahin selbständigen Städte Buda und Pest die Gemeinde Budapest. Der Name Budapest tauchte angeblich bis zu diesem Zeitpunkt niemals auf, gebräuchlich war hingegen die Kombination Pest-Buda.
Die ungarische Hauptstadt bzw. die Städte, aus denen sie zusammengesetzt ist, bietet ungeheures historisches Material. Bei den noch lebenden Zeitgenossen wird der Ungarische Volksaufstand von 1956 in bleibender Erinnerung sein. Der Aufstand wurde jedoch blutig niedergeschlagen und erst im Oktober 1989 sollte in Budapest die Republik Ungarn ausgerufen werden. Dieses Ereignis zählte als Initialzündung der Öffnung der Ostgrenzen.
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 1000 jährigen Jubiläum der Staatsgründung fanden im Jahr 2000 in Budapest umfangreiche Verschönerungsmaßnahmen statt. So wurde beispielsweise der Milleniumsstadtteil mit dem Nationaltheater errichtet. Seit dem ersten Mai 2004 ist Ungarn auch Mitglied der Europäischen Union, bezahlen muss man in Ungarn jedoch nach wie vor in Forint, was in diesem Fall aufgrund des Umrechnungskurses sehr lästig sein kann. Man weiß nie so genau, wie viel Geld man gerade eigentlich ausgegeben hat.
Der Besuch eines der Thermalbäder gehört zum Muss, wenn man einmal in Budapest ist. Das Széchenyi-Heilbad zählt zu den Erlebnissen der besonderen Art, denn das Bad ist das größte seiner Art in Europa. Im Széchenyi Bad sind natürlich einige Touristen anzutreffen, aber auch sehr viele Einheimische, die das Bad regelmäßig besuchen. Einen ganz besonders faszinierenden Anblick bieten die Ansammlungen von Männern -leider habe auch ich nur Männer gesehen – die stundenlang in dem 38 Grad warmen Wasser Schah spielen. Wirklich: Dieses Bild muss man gesehen haben!
Mit den öffentlichen Verkehrsmittel kann man sich innerhalb Budapests am besten fortbewegen. Eine Taxifahrt ist vielleicht bequemer und die Geschichten der Taxifahrer unterhaltsam, aber aufgrund der Verkehrsdichte ist man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unter Umständen wesentlich schneller am Ziel. Das Metrosystem ist außerdem äußerst Übersichtlich und wenn man sich erst einmal mit den Namen seiner Zielorte vertraut gemacht hat, dann kommt man in der Regel auch dort an, wo man hin möchte. Und die Metrostationen sind auch schon eine Sehenswürdigkeit für sich.
Praktischer Weise sollte man sich eine Unterkunft suchen, die zentral liegt, denn dann kann man viele Wege auch zu Fuß zurück legen. Wir haben direkt an der Donau in unmittelbarer Nähe der Brücke und des Parlamentsgebäudes gewohnt. Auch das Stadtzentrum mit seinen umfangreichen Einkaufsmöglichkeiten war lediglich fünf Minuten entfernt.
Ein Ausflug zum Budaer Burgviertel gehört ebenfalls zur Pflichtveranstaltung. Hierbei sollte man auf jeden Fall einen Streifzug durch das Burgviertel zeitlich einkalkulieren und sich zwischendurch eine Pause in einem der zahlreichen Cafés gönnen. Budapest bietet übrigens eine ähnliche Kaffeehauskultur, wie man sie aus Wien kennt. Und wenn man sich ein Wenig von dem Stadtzentrum entfernt, findet man richtig nette, gemütliche Cafés. Dennoch sollte man dem im Zentrum liegenden Café Gerbeaud unbedingt einen Besuch abstatten und unbedingt den Kuchen der hauseigenen Konditorei kosten. Das Gerbeaud zählt zu den Cafés mit der ältesten Tradition und schon viele berühmte Persönlichkeiten haben sich dort eine Auszeit gegönnt.
Entlang der Donau erstrecken sich die unzähligen Restaurants, die sich auf Tourismus spezialisiert zu haben scheinen. Man sollte sich dieses bunte Treiben auf alle Fälle einmal anschauen, aber Essen gehen sollte man dann doch woanders. Gerade beim Flanieren im dichten Getümmel sollte man, wie in allen anderen Touristenhochburgen auch, tunlichst auf seine Wertsachen achten!