Barcelona gehört eindeutig zu jenen Städten, die man immer wieder besuchen kann. Und man kann noch so oft dagewesen sein - man wird immer noch nicht alles gesehen haben. Selbst die Stellen in Barcelona, die man bereits zu kennen glaubt, sind es wert, ein zweites, drittes oder vielleicht sogar siebtes Mal aufgesucht zu werden. Es spielt auch keine große Rolle, wie lange der Aufenthalt dort sein wird: Ein Wochenende ist ebenso lohnenswert wie eine ganze Woche. Sicherlich wird eine Reise nach Barcelona immer zu kurz sein, aber jeder einzelne Tag, den man dort verbringt, ist die Reise wert. Die beste Reisezeit ist von April bis Oktober. In diesem Zeitraum kann man eigentlich davon ausgehen, dass das Wetter relativ gut ist. Relativ gut heißt, es kann zwar ab und an mal regnen, es wird jedoch nie richtig kalt sein, sondern so warm, dass man es tagsüber gut im T-Shirt oder in einem sommerlichen Kleid aushalten kann. In den Sommermonaten ist es selbstverständlich richtig heiß.
Das schöne an Barcelona ist die Tatsache, dass man in dieser Stadt einen Badeurlaub mit spannenden Sight-Seeing Touren verbinden kann. Die Strände in Barceloneta - Klein Barcelona - sind von den Ramblas oder dem Gothischen Viertel aus sogar gut zu Fuß erreichtbar. Hier findet man schöne Sandstrände mit netten Strandbars. Abgesehen von der Hauptferienzeit oder den Wochenenden hat man auch genügend Platz an den Stränden und kann abends in einem der sich am Hafen befindenden Fischrestaurants gemütlich essen gehen. Besonders an den Wochenenden entwickeln sich die dort ansässigen Clubs zur Partymeile und es kann durchaus passieren, dass man erst gerade pünktlich zum Sonnenaufgang sein Bett wiedersieht.
Auch zum Shoppen bietet Barcelona eine ungeheuere Vielfalt. Auf der Rambla und in der Umgebung der Rambla befinden sich unendlich viele kleine Läden und Boutiquen, die geradezu zum schnuppern einladen. Abgesehen von den bekannten Markenlabel umfasst das Angebot Barcelonas viele kleine Geschäfte, die Kunsthandwerk oder ausgefallene Mode führen. Aber Achtung - die Shopping Exkursionen nehmen in der Regel mehr Zeit in Anspruch, als man zuvor einkalkuliert hat. Außerdem werden sie in den meisten Fällen auch kostspieliger als geplant… Aber es macht Spass! Wer beispielsweise aufmerksam durch das “Barri Gotic” Viertel spaziert, stößt auf alt eingesessene Familienbetriebe, Krämerläden voller spannender, kurioser Gegenstände oder gar auf verstaubte, alte Hut- und Posamentengeschäfte, wie sie in dem Roman “Der Schatten des Windes” beschrieben werden.
Wer gezielt einkaufen möchte, ist in den Megakaufhäusern des Konzerns “El Corte Inglese” gut aufgehoben. Das größte dieser Art befindet sich wohl an der “Placa de Catalunya”. In diesem Laden ist man schon eine gute Weile beschäftigt, vorausgesetzt natürlich, man reagiert nicht allergisch auf Kaufhaus Stress. Andernfalls kann man auch einen kleinen Abstecher in die ein wenig oberhalb gelegenen Boulevards “Passeig der Garcia” und “Rambla de Catalunya” machen. In diesen Strassen sind auch die Modemacher und viele der einschlägigen Designerläden zu finden. An der “Avinguda Diagonal” bieten Edelboutiquen internationale Mode für zahlungskräftige Kunden. Nach oben hin sind den Preisen in der Tat keine Grenzen gesetzt.
Sight-Seeing ist in Barcelona natürlich ein Muss. Seien es die architektonischen Kunstwerke Gaudis, das Picasso Museum oder die Sagrada Familia - um nur wenige und die vielleicht bekanntesten der zahlreichen Sehenswürdigkeiten Barcelonas zu nennen - jeder kulturelle Zielort ist es wert, ihn gesehen zu haben. Und wahrscheinlich hat man selbst nach dem zehnten Besuch noch lange nicht alles gesehen. Es ist schon Wahnsinn, welche Künstler und Kunstwerke diese Stadt hervorgebracht hat! Ergänzt wird dies durch aktuelle Ausstellungen und Aufführungen - das Angebot ist endlos!
Am Besten entscheidet man die Tagesplanung wetterabhängig. An regnerischen Tagen bieten sich Museumsbesuche an und an heißen, sonnigen Tagen wahrscheinlich doch eher ein Abhängtag am Strand. Ich hatte bisher bei jedem Barcelonaaufenthalt mindestens einen verregneten Tag dabei. Sollte jedoch entgegen dieser Erwartung täglich die Sonne scheinen, macht man einfach eine Pause vom Strand und schenkt der sonnengebräunten Haut etwas Erholung durch einen entspannenden Museumsbesuch.